Alte Dorfschule Rudow

Alt-Rudow 60, 12355 Berlin
Tel. +49(30) 6606 8310

www.dorfschule-rudow.de

U-Bahn: Rudow (U7)

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Die 1890 erbaute Alte Dorfschule Rudow ist Berlins zweitältester erhaltener Schulbau im neugotischen Stil. Im Frühjahr 2001 endete der reguläre Schulbetrieb; es begann ein neuer Abschnitt für das geschichtsträchtige Gebäude. Das Kulturamt wandelte das Haus in einen Kulturstandort im Süden Neuköllns um – und schon bald füllte es sich wieder mit Leben.

Blick auf das alte Backsteingebäude der Dorfschule

Alte Dorfschule Rudow, Foto: Simon

Geschichte

Mit der Gründungsversammlung des Vereins „Alte Dorfschule Rudow“ am 22. März 2001 begann eine besondere Erfolgsgeschichte in Rudows ältester Schule.

Bereits in den letzten beiden Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts wurde die Idee geboren, in dem historischen Rudower Schulgebäude einen kulturellen Treffpunkt für die Bevölkerung im Süden des Bezirks Neukölln einzurichten.

Im Jahr 2000 wurde der Schulstandort in Alt-Rudow geschlossen. Im Dezember 2000 lud der damalige Neuköllner Kultur- und Bildungsstadtrat Schimmang (SPD) die Rudower Öffentlichkeit zu einem Treffen ein, um den Vertretern von Vereinen und Organisationen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern den Stand der Überlegungen zur Einrichtung eines Gemeinschaftshauses in Alt-Rudow 60 vorzustellen und das weitere Verfahren zu beraten. Mit mehr als 50 Anwesenden hatte diese Versammlung in einem Klassenraum der Schule eine erfreuliche Resonanz. Vorgestellt wurden dabei erste Pläne einer Architektin zu notwendigen Umbaumaßnahmen am Gebäude. Für einen Betrieb der Einrichtung musste eine Trägerform gefunden werden, die außerhalb der Bezirksverwaltung anzusiedeln war. Vom Bezirk sollten außer Betriebskosten keine weiteren Mittel und kein Personal für den laufenden Betrieb bereitgestellt werden.

In der damaligen Diskussion spielten auch Überlegungen eine Rolle, die den seit vielen Jahren bestehenden Wunsch nach einem Kulturtreffpunkt in Rudow noch hätten gefährden können: Das Schulgebäude war vorübergehend auch als Standort für ein Bürgeramt ins Gespräch gebracht worden. Die Bürgerversammlung sprach sich in einer bei wenigen Enthaltungen angenommenen Resolution dafür aus, das Bezirksamt zu bitten, die Alte Schule Rudow als einen allen Bürgerinnen und Bürgern offenen Treffpunkt zur Verfügung zu stellen. Das Gebäude sollte so gestaltet werden, dass Bürgerinnen und Bürger Rudows kulturelle Aktivitäten entfalten bzw. in den Genuss von Kulturangeboten kommen können, Bürgerinnen und Bürger sich zwanglos treffen können, Vereine für ihre Versammlungen Räume finden, der Rudower Heimatverein seine Ausstellungsstücke auf Dauer präsentieren kann und die Institutionen der Neuköllner Volksbildung (Kulturamt, VHS, Musikschule) ortsnahe Angebote unterbreiten können.

Aus dem Kreis der Anwesenden wurde eine 8-köpfige Arbeitsgruppe gebildet, die sich in der Zwischenzeit intensiv mit den denkbaren Trägermodellen befassen und Vorschläge erarbeiten sollte. Die Überlegungen dieser Arbeitsgruppe mündeten schließlich am 22. März 2001 in der Vereinsgründung mit den Gründungsmitgliedern Kathrin Bergmann, Jürgen Biele, Bernd Brandt, Vera Haase, Andreas Hein, Lothar Herrmann, Edwin Hoffmann, Brigitte Pofahl, Dr. Heinz Wendt, Sabine Zannoni und Manfred Ziemer.

In einer ersten Mitgliederversammlung am 10. Juli 2001 wählten 17 der 28 Vereinsmitglieder Herrn Andreas Hein zum 1. Vorsitzenden. Bis zum Jahr 2009 leitete Herr Hein die Geschicke des Vereins mit viel Engagement und großer Umsicht. Heute hat der Verein 148 Mitglieder und die „Alte Dorfschule“ ist aus der Neuköllner Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Jährlich organisiert der Verein mit seinen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern etwa 50 Veranstaltungen, die von mehr als 3000 Gästen besucht werden. Weitere Mitglieder und Kulturinteressierte sind herzlich willkommen. Informationen über den Verein „Alte Dorfschule Rudow“ finden Sie unter www.dorfschule-rudow.de.