Galerie im Körnerpark

Schierker Str. 8, 12051 Berlin
Tel. +49 (0)30 5682 3939

galerien@kultur-neukoelln.de

Öffnungszeiten: Mo–So 10–20 Uhr

 

U-/S-Bahn: Neukölln und Hermannstraße (U7, U8 / Ringbahn)

So finden Sie uns: Link zum Stadtplandienst

 
 

Die Galerie im Körnerpark präsentiert seit 1983 national und international renommierte Künstler*innen der Gegenwart. Der langgestreckte Raum der neobarocken Orangerieanlage bietet mit seiner hohen Fensterfront und dem malerischen Ausblick auf den Park einen ganz besonderen Rahmen für alle Sparten der Kunst.  

 

Mit den kostenlosen Konzertreihen Sommer im Park und Salonmusik im Frühjahr und Herbst wird der Körnerpark ganzjährig musikalisch bespielt.

 

Die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Beleuchtung in der Galerie im Körnerpark wird gefördert durch das Programm "Nationale Klimaschutzinitiative" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Galerie im Körnerpark, Ausstellung "Art & Anthropology", 2016 (Foto: Mia Kuch)

 

 

Constructing the Earthquake (Folke Köbberling, Sharon Paz, Chryssa Tsampazi)

Installationen: Folke Köbberling, Sharon Paz
Performance: Chryssa Tsampazi

29. April bis 19. Juli 2017

Einführung: Dorothee Bienert, Kuratorin der Ausstellung

Constructing the Earthquake benutzt das Erdbeben als Metapher für unterschiedliche Formen gesellschaftlicher und emotionaler Erschütterungen.
Angesichts der zunehmenden Globalisierung und den diffusen Gefühlen von Kontrollverlust und Unsicherheit fragen die Künstler*innen nach der Eigenverantwortung des Menschen für seinen Lebensraum und suchen nach Wegen, um mit den neuen Realitäten flexibler umzugehen.

In ihrem Video-Installationen thematisiert Sharon Paz alltägliche Momente der Verunsicherung, wie sie Menschen erfahren, die von Flucht, Migration und globaler Mobilität betroffen sind: Die Künstlerin untersucht reale und virtuelle Grenzen und findet Bilder für Situationen zwischen Innen und Außen, Zugehörigkeit und Ausgeschlossen-Sein. Paz zeigt Projektionen, in denen sich verschiedene Wirklichkeitsebenen durchdringen und fordert die Besuchenden auf, mit dem eigenen Schatten Teil der Bildwelt zu werden.

Folke Köbberling rüttelt mit ihren künstlerischen Aktionen an eingefahrenen Denkmustern über so alltägliche Dinge wie den Automobilverkehr. Wieso gelten Autos als Notwendigkeit, obwohl sie Luft und Lungen verschmutzen und große Teile des öffentlichen Raumes verschandeln?
Würden Bürgerunruhen ausbrechen, wenn man den Individualverkehr verböte, weil er Todesfälle und Verstümmelungen verursacht? Köbberlings Arbeiten unternehmen absurde Modellversuche für einen autofreien Stadtraum, die zur Stellungnahme herausfordern.

Das parallel entwickelte Performance-Projekt Please Turn Out The Light – I Can Only Play in the Dark von Chryssa Tsampazi geht von einer Vokalkomposition zu einem Text von Franz Kafka aus und macht das Durchbrechen fester Strukturen auf einer abstrakt-musikalischen Ebene erfahrbar.

Begleitprogramm:

Gespräch: Kultur auf Linie?
Mittwoch, 17. Mai 2017, 19 Uhr
Övül O. Durmusoglu und Katharzyna Wielga-Skolimowska sprechen über die Erschütterungen in den kulturellen Landschaften in der Türkei und in Polen. Wie nimmt die Politik Einfluss auf Kultur und Medien und warum? Was sind die Folgen?
Moderation: Matthias Reichelt

Performance: Please Turn Out The Light – I Can Only Play in theDark
Samstag, 24. Juni 2017, 17 Uhr

Finissage mit Katalogpräsentationen
Folke Köbberling und Sharon Paz präsentieren ihre soeben erschienenen Monografien.
Mittwoch, 19. Juli 2017, 19 Uhr


Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

 

 

(c) Sharon Paz_movingboxes

  (c)Folke Köbberlin