Galerie im Körnerpark

Schierker Str. 8, 12051 Berlin
Tel. +49 (0)30 5682 3939

galerien@kultur-neukoelln.de

Öffnungszeiten: Di–So 10–20 Uhr


U-/S-Bahn: Neukölln und Hermannstraße (U7, U8 / Ringbahn)

So finden Sie uns: Link zum Stadtplandienst

 

Kostenfreie Führungen durch die Ausstellung: jeden Sonntag, 15 Uhr.

 

Die Galerie im Körnerpark präsentiert seit 1983 national und international renommierte Künstler*innen der Gegenwart. Der langgestreckte Raum der neobarocken Orangerieanlage bietet mit seiner hohen Fensterfront und dem malerischen Ausblick auf den Park einen ganz besonderen Rahmen für alle Sparten der Kunst.  

 

Mit den kostenlosen Konzertreihen Sommer im Park und Salonmusik im Frühjahr und Herbst wird der Körnerpark ganzjährig musikalisch bespielt.

 

Galerie im Körnerpark, Ausstellung "Art & Anthropology", 2016 (Foto: Mia Kuch)

Galerie im Körnerpark (Foto:Nihad Nino Pušija 2015)

Mathilde ter Heijne: Blood, Sweat and Tears – Assembling Past and Future

25. Juni – 4. September 2016
Finissage: So 4. September, 12–20 Uhr


Gemeinsam mit einem Netzwerk von Kulturschaffenden und Friedensaktivist*innen richtet die Künstlerin Mathilde ter Heijne den Blick auf ein historisches Ereignis, um über weltweit aktuelle Krisen nachzudenken: Mitten im Ersten Weltkrieg tagte der erste Internationale Frauenfriedenskongress in Den Haag, bei dem die Teilnehmerinnen über die gesellschaftspolitischen, ökonomischen und geistigen Voraussetzungen für einen zukünftigen dauerhaften Frieden debattierten.
Blood, Sweat and Tears verknüpft und überlagert Bild- und Textmaterial von damals mit Statements und Porträts von heute. Unterschiedliche Zeitebenen und verschiedene Materialitäten durchdringen einander zu einer raumgreifenden Installation. ›Blood, Sweat and Tears‹ versteht sich als künstlerische Suche nach dem, was – über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg – all jene verbindet, die sich für eine friedvolle Welt engagieren.
Das Projekt ist in zwei Ausstellungsteile gegliedert. Der erste Teil umfasst das seit 2005 fortlaufende Rechercheprojekt Women to Go, das um Porträts von Friedensaktivistinnen
erweitert wurde und bereits ab 4. Juni 2016 in der Galerie zu sehen ist.

Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und des Mondriaan Fonds

 

Begleitprogramm

1. und 4. September 2016
Radical Peace
Bridging the Empathy Gap

Eine situierte Versammlung in der Galerie im Körnerpark

Anlässlich der Finissage zur Ausstellung von Mathilde ter Heijne Blood Sweat and Tears in der Galerie im Körnerpark finden am 1. und 4. September Diskussionsveranstaltungen und Performances zum Thema Konfliktlösung statt.
 

1. September 2016, 19–22.30 Uhr
Symposium
Keynote-Vorträge von Ewa Majewska, Olga Lewicka, und Katia Krupennikova

Gefolgt von einer Diskussion zwischen den Sprecherinnen und Mathilde ter Heijne

Ausgehend von Bracha Ettingers „matrixialem“ Blick als Impuls, beschäftigt sich das Symposium mit der Frage der Konfliktlösung zu Zeiten, in denen wegen eines allgegenwärtigen Prekariats eine effektive Möglichkeit der Ver-Antwortung oft negiert wird. Indem sie die Frage nach friedlicher Konfliktlösung von einer historisch-materialistischen, feministischen Perspektive erneut angeht, schafft die Ausstellung in der Galerie im Körnerpark einen Neubeginn des Dialogs über Frieden als einem kollaborativen Prozess von Inter- und gemeinsamer Subjektivität, bei dem historische Versammlungen in die Stimmen der Zukunft einfließen.

Ewa Majewaska spricht über schwachen Widerstand, Olga Lewicka über die Politik der Lager und Katia Krupenikova zu Konfusion und Sensitivität in der Zeit nach dem Frieden.
Moderiert und organisiert von Zofia Nierodzinska und Vanessa Gravenor


4. September 2016, 12–20 Uhr

Performance-Reihe
Zum Abschluss des Projektes Blood, Sweat and Tears finden in der Ausstellung verschieden Aktionen und Performances statt.

Darunter:
- SINGA, Theater der Unterdrückten, 2 Akte
- Michaela Wünsch, FeMale HipHop, eine Lesung
- Nina Prader, spoken word

 

Mathilde ter Heijne: Blood, Sweat and Tears, 2016, Videostill. (c) Mathilde ter Heijne