Galerie im Körnerpark

Schierker Str. 8, 12051 Berlin
Tel. +49 (0)30 5682 3939

galerien@kultur-neukoelln.de

Öffnungszeiten: Mo–So 10–20 Uhr

24. - 26.12.2016 und 31.12.2016 - 01.01.2017 geschlossen


U-/S-Bahn: Neukölln und Hermannstraße (U7, U8 / Ringbahn)

So finden Sie uns: Link zum Stadtplandienst

 

Kostenfreie Führungen durch die Ausstellung: jeden Sonntag, 15 Uhr.

 

Die Galerie im Körnerpark präsentiert seit 1983 national und international renommierte Künstler*innen der Gegenwart. Der langgestreckte Raum der neobarocken Orangerieanlage bietet mit seiner hohen Fensterfront und dem malerischen Ausblick auf den Park einen ganz besonderen Rahmen für alle Sparten der Kunst.  

 

Mit den kostenlosen Konzertreihen Sommer im Park und Salonmusik im Frühjahr und Herbst wird der Körnerpark ganzjährig musikalisch bespielt.

 

Galerie im Körnerpark, Ausstellung "Art & Anthropology", 2016 (Foto: Mia Kuch)

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Lorenz Kienzle - Neukölln 2005-2010

08.01.2011 (10:00) - 23.02.2011 (18:00)

Fotografien
Vernissage: Freitag, 7. Januar 2011, 19 Uhr

Es spricht: Dr. Christian Hirte
Archäologe und Ethnologe

Was passiert, wenn man sich in Neukölln mit einer Plattenkamera auf die Straße stellt?
Lorenz Kienzle hat es ausprobiert. 17 Jahre lang arbeitete er in seinem Atelier in einem etwas heruntergekommenen Gewerbehof in der Karl-Marx-Straße und blickte auf Neukölln,
meist nur durch sein Atelierfenster.
2005 nahm er sich vor, mit der Kamera auf die Straße zu gehen und dort weiterzuarbeiten.
Die Arbeit mit einer Großformatkamera erfordert ein gewisses Maß an Konzentration und Ruhe, besonders bei Porträtaufnahmen, die nur bewusst von Angesicht zu Angesicht entstehen können.
So wurde aus der Beschäftigung mit der näheren, sehr städtischen Umgebung im Norden Neuköllns, die Suche nach Landschaften und Freiräumen, in denen der Mensch Raum für sich findet, in denen er verweilt und zur Ruhe kommt. Diese Orte entdeckte Lorenz Kienzle in den "modernen" Wohnsiedlungen, wie der High-Deck-Siedlung oder auch in Parkanlagen und in Eckkneipen. Auf diese Weise ist eine fotografische Würdigung von Neukölln und seinen Bewohnern entstanden, die sich von Rudow bis zum inzwischen als Park geöffneten Flughafen Tempelhof, vom Hafen bis zum Friedhof erstreckt. Sie besteht aus 55 S/W Fotografien, die thematisch in die 10 Raumabschnitte der Galerie im Körnerpark aufgegliedert werden. Ergänzt wird die Ausstellung mit kurzen Texten, meist Wortausbrüchen oder kuriosen Dialogen mit Passanten, die Lorenz Kienzle meist nur durch die Anwesenheit mit seiner Kamera provoziert hat: "Immer draufhalten, sonst wird aus einem nichts! Hat doch schon der Andy Warhol gesagt…"

Lorenz Kienzle ist seit 1993 als freier Fotograf in Berlin tätig. Neben seiner Arbeit als Werksfotograf des amerikanischen Künstlers Richard Serra, arbeitet er für Museen in Brandenburg und an eigenen Projekten.

Lorenz Kienzle, Highdeck-Siedlung, 2008

Lorenz Kienzle, Highdeck-Siedlung, 2008

Lorenz Kienzle, Flughafen Tempelhof, 2010

Lorenz Kienzle, Flughafen Tempelhof, 2010