Galerie im Körnerpark

Schierker Str. 8, 12051 Berlin
Tel. +49 (0)30 5682 3939

galerien@kultur-neukoelln.de

Öffnungszeiten: Di–So 10–20 Uhr


U-/S-Bahn: Neukölln und Hermannstraße (U7, U8 / Ringbahn)

So finden Sie uns: Link zum Stadtplandienst

 

Kostenfreie Führungen durch die Ausstellung: jeden Sonntag, 15 Uhr.

 

Die Galerie im Körnerpark präsentiert seit 1983 national und international renommierte Künstler*innen der Gegenwart. Der langgestreckte Raum der neobarocken Orangerieanlage bietet mit seiner hohen Fensterfront und dem malerischen Ausblick auf den Park einen ganz besonderen Rahmen für alle Sparten der Kunst.  

 

Mit den kostenlosen Konzertreihen Sommer im Park und Salonmusik im Frühjahr und Herbst wird der Körnerpark ganzjährig musikalisch bespielt.

 

 Galerie im Körnerpark (Foto: Simon)

Körnerpark (Foto: Simon)

Susanne Kriemann – ich bin, varim, je suis, Abendrot: ein Lichtarchiv aus der Zukunft

10. September – 30. Oktober 2016
Vernissage: 9. September 2016, 18 Uhr

Susanne Kriemann arbeitet in ihrem neuen Projekt konzeptuell
mit Licht, jener Energie, die dem Leben durch den Rhythmus von Tag und Nacht eine zeitliche Struktur gibt. In Homers Odysee löst Penelope gleichsam die lineare Zeitstruktur auf, indem sie diese tagsüber in ein Tuch webt, um sie des Nachts zu enthüllen.
Susanne Kriemann versammelt für die Ausstellung Objekte zwischen Urzeit und Zukunft, die in direkter Verbindung zum Körnerpark stehen. Durch die Zusammenstellung sind sie ihrem jeweiligen Zeitkontinuum enthoben und werden zu individuellen Organismen.
Ich bin, varim, je suis, Abendrot ist partizipativ und prozesshaft
angelegt. Im Dialog mit den Exponaten der Ausstellung werden
in Workshops Ideen für eine zukunftsweisende und visuell anspruchsvolle Beleuchtung des Körnerparks entwickelt. Gemeinsam wird über Nachhaltigkeit, Eigenverantwortung und innovative Wege der Lichterzeugung nachgedacht. Zum Ende der Ausstellung, in der Nacht der Zeitumstellung vom 29. auf den 30. Oktober, werden die Forschungsergebnisse präsentiert und die Abenddämmerung bis zur Morgenröte ausgedehnt.

In Kooperation mit der Architektin Oxana Gourinovitch und der Kunstvermittlerin Zara Morris

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2016

Das Projekt wird unterstützt von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und durch die RWE Stiftung für Energie & Gesellschaft gefördert.

 

Begleitprogramm

Samstag, 10. September 2016, 17–21 Uhr
Workshop: Experimente mit Licht
Beim Zukunftsfest im Rahmen von 100 Jahre Körnerpark arbeitet Zara Morris mit Jugendlichen an der Frage, wie Energie entsteht und wie man diese mit seinem eigenen Körper erzeugen kann.

Freitag, 16. September 2016, 18 Uhr
Vortrag: Berliner Straßenbeleuchtung – Streiflichter von 1826
bis in die Gegenwart

Dr. Sabine Röck, Sprecherin des Arbeitskreises Licht am Deutschen Technikmuseum Berlin, lädt zu einer Zeitreise von den Anfängen der industriellen Straßenbeleuchtung, die mit Gas betrieben wurde, bis zur LED-Beleuchtung der Gegenwart ein. Gestalt und Technik der Lampen kommen ebenso zur Sprache wie soziale und städtebauliche Aspekte.

Freitag, 16. September 2016, 19 Uhr
Vortrag: Soziales Licht, Guerilla Lighting und Neukölln bei Nacht
Lichtkunst ist meistens schön anzuschauen. Aber was macht öffentliche, temporäre Licht-Projekte zum städtischen Experiment? Dieser Frage geht die Soziologin Dr. Nona Schulte-Römer nach und diskutiert im Anschluss mit Dr. Sabine Röck und Susanne Kriemann.

Samstag/Sonntag, 15./16./22./23. Oktober, jeweils 10.30 – 13 Uhr
Workshops: LED-Throwies für ein buntes Lichtermeer
Im Rahmen des KinderKulturMonats leitet Birgit Auf der Lauer
Kinder (8–12 Jahre) zu Lichtstudien mit Wachsmalstiften an und bastelt im Anschluss mit ihnen bunte LED-Throwies.
Anmeldung unter: www.kinderkulturmonat.de, 030/5163 4859

Samstag/Sonntag, 29./30. Oktober 2016, 19–03 Uhr
Lichtfest: Ich bin, varim, je suis, Abendrot
Zum Abschluss der Ausstellung findet in der Nacht der Zeitumstellung ein Lichtfest statt, bei dem sich eine experimentelle, lokale Abenddämmerung bis zur Morgenröte ausdehnen wird. Das Fest wird in Kooperation mit Werkstadt Kulturverein Berlin e.V. organisiert.

Abendrot. Foto: Susanne Kriemann

 

 

Linear Momentum

5. November 2016 – 8. Januar 2017
Vernissage: 4. November 2016, 18 Uhr

Künstler*innen: Simon Faithfull, April Gertler, IEPE, Vanessa Henn, Melanie Irwin, Pia Linz, p.t.t. red, Richard Rocholl, Sofie Thorsen
Kuratiert von Conny Becker

Die Ausstellung Linear momentum behandelt die Linie in ihrem Verhältnis zu unserer Bewegung im urbanen und ländlichen Raum. Sie nähert sich dem Thema daher weniger über die traditionell mit der Linie verbundene Gattung der Zeichnung als vielmehr über performative Arbeiten sowie Collage, Wandmalerei, Fotografie und Video. Dabei ist der Titel Linear momentum paradigmatisch für die Ausstellung und spiegelt eine Eigenschaft der Linie selbst wider, die als Verbindung zweier Punkte stets auf ihre mit Bewegung verbundene Genese verweist. Temporalität und Bewegung sind der Linie inhärent und bilden die Folie, vor der die ausgewählten Arbeiten gesehen werden können. Linear momentum betrachtet die Linie somit aus einer zeitlichen und räumlichen, einer performativen Perspektive.

Das Projekt wird unterstützt von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

 

 April Gertler, 9 Lives, 2010, Wandmalerei

Richard Rocholl, aus der Serie Autoland (2012-2014), C-Print, 24 × 34 cm