Galerie im Körnerpark

Schierker Str. 8, 12051 Berlin
Tel. +49 (0)30 5682 3939

galerien@kultur-neukoelln.de

Öffnungszeiten: Di–So 10–20 Uhr


U-/S-Bahn: Neukölln und Hermannstraße (U7 / Ring)

So finden Sie uns: Link zum Stadtplandienst

 

Kostenfreie Führungen durch die Ausstellung: Jeden Sonntag, 15 Uhr.

 

Die Galerie im Körnerpark präsentiert seit 1983 national und international renommierte Künstler*innen der Gegenwart. Der langgestreckte Raum der neobarocken Orangerieanlage bietet mit seiner hohen Fensterfront und dem malerischen Ausblick auf den Park einen ganz besonderen Rahmen für alle Sparten der Kunst.  

 

Mit den kostenlosen Konzertreihen Sommer im Park und Salonmusik im Frühjahr und Herbst wird der Körnerpark ganzjährig musikalisch bespielt.

 

 Galerie im Körnerpark (Foto: Simon)

Körnerpark (Foto: Simon)

IWPC – Assembling Past and Future

Ein Projekt von Mathilde ter Heijne in Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Schauspieler*innen, Kostümbildner*innen, Frauenenrechtler*innen und Friedensaktivist*innen

25. Juni – 4. September 2016
Preview: 4. Juni 2016, ab 19 Uhr
Eröffnung: 24. Juni 2016, 18 Uhr ("48 Stunden Neukölln")

Zusammen mit einem Netzwerk von Kulturschaffenden richtet die Künstlerin Mathilde ter Heijne den Blick auf ein historisches Ereignis, um über aktuelle Krisen nachzudenken: Mitten im Ersten Weltkrieg – in der Zeit, als auch der Körnerpark gebaut wurde – tagte der Internationale Frauenfriedenskongress in Den Haag. Über 1 000 Frauenrechtlerinnen aus 12 Nationen verabschiedeten 19 Resolutionen, in denen sie den Krieg sowie die systematische Ausbeutung von Frauen als Mittel der Kriegsführung verurteilten und demokratische Rechte für beide Geschlechter forderten.
Mathilde ter Heijne lässt diesen Kongress in der Ausstellung lebendig werden: Bei verschiedenen Interventionen und in Videointerviews verschmelzen die Darsteller*innen für kurze Zeit mit einer historischen Frauenfigur, darunter Bertha von Suttner, Lida Gustava Heymann, Anita Augspurg, Hedwig Dohm und Clara Zetkin: Was würden diese Persönlichkeiten zu den heutigen Kriegen und deren Konsequenzen für Frauen sagen?
Die Ausstellung zeigt historisches Material und stellt es einer Videoinstallation gegenüber, in der sich die kostümierten Frauen zu einer fiktiven Friedenskonferenz zwischen damals und heute zusammenfinden.

Das Projekt wird unterstützt von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

 

 

 Frauenbewegung in Deutschland, 1894

Susanne Kriemann – ich bin, varim, je suis, Abendrot: ein Lichtarchiv aus der Zukunft

10. September – 30. Oktober 2016
Vernissage: 9. September 2016, 18 Uhr

Bei Dunkelheit lädt der Körnerpark nicht zum Verweilen ein. Susanne Kriemann möchte das ändern und gleichzeitig aus künstlerischer Perspektive über Nachhaltigkeit, das Sparen von Strom und alternative Wege der Stromerzeugung nachdenken: über Fragen, die die Zukunft der Menschen beeinflussen werden.
Zu Beginn des Projekts wird der Galerieraum in eine Lichtskulptur verwandelt. In diesem leuchtenden Labor entwickelt die Künstlerin zusammen mit Anwohner*innen, Parknutzer*innen, Schüler*innen und Wissenschaftler*innen eine zukunftsweisende und visuell anspruchsvolle Beleuchtung für den Park. Lampen werden konzipiert und gestaltet, gemeinsam wird nach Möglichkeiten geforscht, wie der Strom für die Parkbeleuchtung selbst generiert werden kann. Die Grundlage bilden neueste Erkenntnisse zu selbst erzeugbarer Energie, die international bereits Anwendungen finden. Ein ortsspezifisches Archiv aus Bildern, Erinnerungen und Visionen entsteht; alle Entwicklungen werden nach und nach in ein großes, dreidimensionales Modell des Körnerparks integriert. Am Ende werden die Menschen in der Galerie Rad fahren und tanzen und so die zuvor gestalteten Lampen im Park zum Leuchten bringen. Als Abschluss-Event strebt die Künstlerin eine „experimentelle, lokale Abenddämmerung“ an, die sich bis zur Morgenröte ausdehnt, wenn die Menschen – zum Beispiel bei einem Discoabend – die ganze Nacht auf zuvor präparierten Platten tanzen.

Das Projekt wird unterstützt von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten

 

Abendrot. Foto: Susanne Kriemann

Linear Momentum

5. November 2016 – 8. Januar 2017
Vernissage: 4. November 2016, 18 Uhr

Künstler*innen: Simon Faithfull, April Gertler, IEPE, Vanessa Henn, Melanie Irwin, Pia Linz, p.t.t. red, Richard Rocholl, Sofie Thorsen
Kuratiert von Conny Becker

Die Ausstellung Linear momentum behandelt die Linie in ihrem Verhältnis zu unserer Bewegung im urbanen und ländlichen Raum. Sie nähert sich dem Thema daher weniger über die traditionell mit der Linie verbundene Gattung der Zeichnung als vielmehr über performative Arbeiten sowie Collage, Wandmalerei, Fotografie und Video. Dabei ist der Titel Linear momentum paradigmatisch für die Ausstellung und spiegelt eine Eigenschaft der Linie selbst wider, die als Verbindung zweier Punkte stets auf ihre mit Bewegung verbundene Genese verweist. Temporalität und Bewegung sind der Linie inhärent und bilden die Folie, vor der die ausgewählten Arbeiten gesehen werden können. Linear momentum betrachtet die Linie somit aus einer zeitlichen und räumlichen, einer performativen Perspektive.

Das Projekt wird unterstützt von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

 

 April Gertler, 9 Lives, 2010, Wandmalerei

Richard Rocholl, aus der Serie Autoland (2012-2014), C-Print, 24 × 34 cm