Galerie im Saalbau

Karl-Marx-Str. 141, 12043 Berlin
Tel. +49 (0)30 90239 3772

galerien@kultur-neukoelln.de

Öffnungszeiten: Di–So 10–20 Uhr
 

U-Bahn: Karl-Marx-Straße (U7)

So finden Sie uns: Link zum Stadtplandienst

 

Die Galerie im Saalbau versteht sich als „Galerie vor Ort“. Jedes Jahr werden durch eine unabhängige Fachjury drei von sechs Ausstellungen explizit an Neuköllner Künstlerinnen und Künstler vergeben. Mit diesem Auswahlverfahren will der Fachbereich Kultur Kunstschaffende des eigenen Bezirks fördern und der Öffentlichkeit die Vielfalt an künstlerischen Ansätzen in Neukölln präsentieren.
Als weiteren Schwerpunkt werden Ausstellungen gezeigt, die gesellschaftspolitisch bedeutende Themen – meist mit Bezug zum Leben und zur Gesellschaftsstruktur Neuköllns – aufgreifen und mit künstlerischen Ausdrucksformen neu beleuchten.

Galerie im Saalbau, HEIMISCH von barbara caveng (Foto: Simon)

War – Ist – Wird sein

9. – 24. Juli 2016

Ein Haus in der Karl-Marx-Straße, drei fiktive Zwillingspärchen und dazwischen 200 Jahre

Was macht die Neuköllner Karl-Marx-Straße heute aus? Was ändert sich hier durch die Baustellen und die vielen neuen Läden? Wo lässt sich heute noch das Leben von vor 100 Jahren erkennen, als die Karl-Marx-Straße noch Berliner Straße bzw. Bergstraße hieß? Und wie wird es hier im Jahr 2116 aussehen? Werden dann noch Häuser die Straße säumen, die bereits 1916 hier standen? Werden U-Bahn und Autos immer noch Fortbewegungsmittel sein? Und wie sind die Wohnungen in 100 Jahren gestaltet?
Drei Neuköllner 6. Klassen untersuchen gemeinsam mit Kunstschaffenden und Experten wie Historiker*innen oder Zukunftsforscher*innen das Leben fiktiver Zwillinge in den Jahren 1916, 2016 und 2116.

Ihre Ergebnisse werden vom 9. Juli 2016 bis zum 24. Juli 2016 in der Galerie im Saalbau zu sehen sein.

Projektleitung: Anna Lena Wollny

 

Christian Hasucha – UNTERWEGS ZUHAUSE

30. Juli - 18. September 2016
Vernissage: Freitag, 29. Juli 2016, 18 Uhr

Christian Hasucha ist für seine Interventionen im Stadtraum bekannt. Dabei irritiert er
die Raum- und Zeitwahrnehmung der Passanten oder fragt nach dem, was sich
hinter gewohnten Bildern verbirgt. Einige dieser Projekte werden in der Galerie im
Saalbau vorgestellt. Zudem plant der Künstler eine große Rauminstallation mit
Bildprojektion, die er durch Bewegungsmelder steuert: Scheinbar provisorisch
angeordnete Baumaterialien werden durch die Projektion für einen kurzen Moment
zum Eingangsbereich eines Einfamilienhauses. Solange das Bild zu sehen ist, ertönt
ein leises Dauerpfeifen wie beim Tinnitus.

Das Projekt wird unterstützt von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

Christian Hasucha, Trasba, 2001 fortlaufend

Jürgen Bürgin – Großstadtfieber

24. September –13. November 2016
Vernissage: Freitag, 23. September 2016, 18 Uhr

Die Fotografien der Serie „Großstadtfieber“ erzählen von Begegnungen und Beobachtungen in den Großstädten der Welt – Berlin, New York, Tokio, Shanghai, Hong Kong, Saigon – in den Jahren 2009–2015. Jürgen Bürgin trifft auf Bohemiens, Selbstdarsteller*innen, Artist*innen, Lebenskünstler*innen, auf Menschen, die getrieben sind von ihren Leidenschaften, ihren Gefühlen, von der Liebe. Er zeichnet Begegnungen auf, intime Augenblicke, beiläufige Beobachtungen. Die Bilder zeigen emotionale, poetische Porträts in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts.
Der Fotograf zieht als Suchender durch die Straßen der Großstädte, meidet das Touristische, ihn locken Hinterhöfe, dunkle Seitenstraßen. Das Verborgene erweckt seine Neugierde – ob bei Boxkämpfen, bei spontanen Tanzveranstaltungen, in Zirkussen, oder mitten im Alltag, irgendwo auf der Straße. Die Bilder erzählen vom wilden Großstadtnachtleben, von mysteriösen Veranstaltungen, von sonderbaren Gestalten. Bürgin ergründet das Abseitige, die Getriebenheit, den Rausch, die Hektik – kurz: das Großstadtfieber.

Das Projekt wird unterstützt von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

Jürgen Bürgin, aus der Serie "Großstadtfieber", 2009–2015

Zeitgenössische Kunst aus Polen

19. November 2016 – 15. Januar 2017
Vernissage: 18. November 2016, 18 Uhr

Polen ist nur 90 Kilometer von Berlin entfernt und dennoch weiß man relativ wenig darüber, wie die Menschen dort leben. In jüngster Zeit scheint sich retro-konservatives Denken und die Bereitschaft, „andere“ auszugrenzen, immer mehr zu verbreiten, doch gleichzeitig wächst der Protest dagegen.
Die von Agnieszka Rayzacher kuratierte Ausstellung stellt künstlerische Arbeiten vor, die sich kritische mit Themen wie sozialer Ausschluss, mangelnde Toleranz und Rollenzuschreibungen auseinandersetzen. Aber auch Grenzerfahrungen und Verständigungsversuche kommen – oftmals mit einem Augenzwinkern – zur Sprache.
Die Ausstellung zeigt Videos, Skulpturen, Fotografien und Installationen.

Karolina Bregula, The Tower, 2015, Videostill