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Hanno Günther (1921 - 1942)

Hanno Günther besuchte seit Ostern 1928 die Rütlischule, eine der bekanntesten weltlichen Reformvolksschulen Berlins. Nachdem die Nazis 1933 die Reformschule aufgelöst hatten, ging er auf die Schulfarm Scharfenberg. Er wurde 1934 von der Schule verwiesen und begann eine Bäckerlehre. In dieser Zeit lernte er die Kommunistin Elisabeth Pungs kennen. Zusammen mit ihr und seinem Freund Wolfgang Pander, einem Jungkommunisten jüdischer Herkunft, stellt Hanno Günther nach dem deutschen Sieg über Frankreich eine Flugblattserien "Das freie Wort" her, die mit "Deutsche Friedensfront" unterzeichnet ist. Zum Teil in gereimter Form verbreiten sie Nachrichten über die Kriegslage, verlangen Frieden und Meinungsfreiheit und fordern Rüstungsarbeiter zur Sabotage auf. Später bildete Günther zusammen mit Bernhard Sikorski, Emmerich Schaper und anderen ehemaligen Rütlischülern einen kleinen Widerstandskreis. In regelmäßigen Zusammenkünften wurden marxistische Schriften gelesen.

Am 28. Juli 1941 wurde Hanno Günther von der Gestapo festgenommen, am 9. Oktober 1942 vom "Volksgerichtshof" zusammen mit sechs seiner Freunde zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee ermordet.

Quelle: (Berliner VVN/BdA)