Museum Neukölln

Alt-Britz 81, 12359 Berlin
Tel. +49(30) 627 277 727

info@museum-neukoelln.de


Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr

U-Bahn: Parchimer Allee (U7)
Bus: M44 und M46 bis Fulhamer Allee
So finden Sie uns: Link zum Stadtplandienst 


Das Museum Neukölln ist eines der profiliertesten regionalgeschichtlichen Museen Berlins. Es wurde 1987 mit dem Museumspreis des Europarates ausgezeichnet. Mit seiner ständigen Ausstellung 99 x Neukölln bietet es einen lebendigen, interaktiven Einstieg in die Geschichte und Gegenwart des Bezirks Neukölln. Daneben finden Wechselausstellungen statt, die sich mit verschiedenen Aspekten der Stadtteilkultur und -geschichte befassen. Die Ausstellungen werden durch Begleitveranstaltungen ergänzt, die Geschichte, Kultur und Gegenwart aus lokaler und globaler Perspektive beleuchten. Ein weiterer Schwerpunkt der Museumsarbeit ist die dialogorientierte Wissensvermittlung, die durch den Geschichtsspeicher, Führungen und Projekte der kulturellen Bildung erfolgt.

 

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Dauerausstellungsraum. Foto: Friedhelm Hoffmann

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Gedenken ohne Gewissheit?!

Podiumsdiskussion zu dem Gedenkort für Burak Bektas

Mittwoch, 1. März 2017, 19 Uhr im Foyer des Kulturstalls auf dem Gutshof Britz

Eine Veranstaltung des Museums Neukölln in Kooperation mit der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas

Im Frühjahr 2012 schießt ein Unbekannter in der Rudower Straße in Neukölln auf eine Gruppe von fünf Jugendlichen. Zwei der Jugendlichen überleben schwerverletzt, der 22-jährige Neuköllner Burak Bektas stirbt. Bis heute ist diese schreckliche Tat nicht aufgeklärt. Verschiedene Hinweise legen nahe, dass es sich um einen rassistischen Mord gehandelt haben könnte.
Auf Wunsch der Angehörigen soll nun mit Hilfe eines breiten Unterstützungskreises ein Gedenkort für Burak Bektas entstehen. Mitten in Süd-Neukölln wird ein Platz in der Nähe der Todesstelle zur Begegnung einladen und eine zentrale Skulptur sowohl an den unaufgeklärten Mord an Burak Bektas erinnern – als auch an die vielen anderen unaufgeklärten Morde in Deutschland, bei denen es sich um rechte Taten handelt und handeln könnte.
Wie lässt sich ein Gedenken begründen, wo doch nichts gewiss ist? Wie bettet sich solch ein Gedenken ein in eine Gesellschaft, in der eine rechtsterroristische Mordserie so lange unentdeckt bleiben konnte? Und wie muss ein Gedenken aussehen, das keinen Schlussstrich zieht, sondern die Erinnerung wachhält, Bewusstsein schafft und aufrüttelt?

Über diese Fragen diskutieren:

Ibrahim Arslan, Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992 und Überlebender des Brandanschlags,
Bahar Eriçok für die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas,
Ulli Jentsch, Projektleiter des Antifaschistischen Pressearchivs und Bil-dungszentrums e.V. (apabiz) und
Jan-Christopher Rämer, Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport
Moderation: Dr. Udo Gößwald, Leiter des Museums Neukölln.

Foto: Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas

Logo der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas